Ein Rundgang durch die Altstadt - Düsseldorf


Stadtrundgang Düsseldorfer Altstadt, RiesenradErlebe die Düsseldorfer Altstadt auf einem kulinarischen/historischen Rundgang. In historischen Gebäuden, teilweise 400 Jahre alt, wurden Restaurants , Boutiquen, Kaufhäusern, Galerien und Kunstgewerbegeschäfte eröffnet. Über 6000 Menschen leben in der Altstadt.. Für die Besucher der Altstadt gibt es an 365 Tagen im Jahr Spezialitäten aus aller Herren Länder. Das schmalste Haus ist gerade mal 2 m breit. Es geht über 4 Etagen und befindet sich auf der Hunsrückenstraße. Das Restaurant geht über drei Häuser und irgendwie weiß man nie wo man gerade ist. Unser Altstadt- Rundgang beginnt an der Bolkerstrasse 48.

Heinrich Heine

Stadtrundgang Düsseldorfer Altstadt, Heinrich HeineAuf der Bolkerstr.48 wurde Heinrich Heine am 13.12.1797 als Düsseldorfs berühmtester Sohn, geboren. Der zu Lebzeiten als Nestbeschmutzer verteufelt wurde. Die Stadt tut sich immer noch schwer mit diesem, ihrem Kinde. 1997 war ja das Heinrich-Heine-Jahr, aber richtige Anerkennung hat er in seiner Heimatstadt noch nicht gefunden. Lange wurde gekämpft, damit wenigstens die Universität der Stadt seinen Namen tragen durfte. Aber nun hat er am Schwanenspiegel ein würdiges Denkmal bekommen.

Schneider Wibbel

Stadtrundgang Düsseldorfer Altstadt, Schneider WibbelWir erreichen wir an der Ecke Bolkerstrasse/Schneider-Wibbel-Gasse das Denkmal weiterer Düsseldorfer Größen (Schneider Wibbel), wie Hans Müller-Schlösser, seine Frau und Paul Henckels, die in sicherer Höhe dem Treiben zuschauen. Direkt um die Ecke werfen wir einen Blick in die Schneider-Wibbel-Gasse. Die übrigens heute fest in spanischer Hand ist. Täglich um 12.00 und um 16.00 Uhr öffnet sich in luftiger Höhe ein Tor und der Schneider, seine Frau und der Geselle kommen unter der Begleitung eines Glockenspiels hervor. Willi Millowitsch Ja man glaubt es kaum, aber auch er ist ein Sohn Düsseldorfs. An der Ecke Flingerstraße, Bergerstraße steht das Geburtshaus von Willy Millowitsch. Ein Stückchen weiter, auf der Bergerstraße, findet Ihr auch das Fischhaus Maaßen und wieder eine Reihe spanischer Spezialitäten-Restaurants. Hier gibt es frischen Fisch direkt auf den Tisch. Am Abend geht’s hoch her und Vorbestellung ist ein Muss, anders hat man kaum eine Chance. Der rheinische Biergarten Reichlich vorhanden sind die Hausbrauereien, in denen das Altbier nach deutschem Reinheitsgebot gebraut wird. Neben Alt wird neuerdings auch Weizenbier und Kölsch ausgeschenkt. Die urigen Hausbrauereien findet man in der Altstadt verteilt. Das sind u. a. das Uerige, der Goldene Kessel, Füchschen, der Schlüssel und seit Neuestem das Kürzer. Im Freien vor der Hausbrauerei sein Altbier trinken hat Tradition, hier kann man den rheinischen Biergarten bestaunen. Kaum jemand sitzt bei trockenem Wetter in der Kneipe drinnen. Man erwischt einen Stehtisch oder sitzt auf der Mauer gegenüber, denn es gibt doch nichts Schöneres als den Leuten hinterher zu schauen, oder mit dem Nebenmann ein Quätschken zu halten.

Jan Wellem

Stadtrundgang Düsseldorfer Altstadt, Jan WellemAuf der rechten Seite, am Ende der Bolkerstraße, gegenüber vom Uerige ist das Düsseldorfer Rathaus. Man erzählt sich das der frühere Bürgermeister eine Tür, die direkt auf die Rheinstraße führte zumauern ließ, damit die Beamten die Mittagspause nicht beim Uerige verbrachten. Ein Stück die Rheinstraße hoch und man erblickt den bergischen Löwen, Düsseldorfs Wappentier. Steht ihr vor dem Löwen, so ist linker Hand noch eine Düsseldorfer Größe zu sehen, der Hoppeditz.


Stadtrundgang Düsseldorfer Altstadt, HoppeditzDieser Hoppeditz lebt nur in der fünften Jahreszeit, im Karneval, vom 11.11. bis zum Aschermittwoch. Von hier aus sind es nur ein paar Schritte zum Standbild von Jan Wellem, unserem Kurfürsten. Wie so viele Dinge, hat dieses Reiterstandbild seine eigene Geschichte. Meister Grupello, dem großen Düsseldorfer Künstler, der dieses Standbild goss, ging das Kupfer aus. Der Stadtsäckel war leer, also machte er sich auf den Weg, um für neues Kupfer zu sammeln.



Stadtrundgang Düsseldorfer Altstadt, GießerjongZur gleichen Zeit, ging auch sein Gießerjunge durch die Altstadt um Kupfer aufzutreiben. Er sprach die Bürger an und erzählte ihnen, wenn das Kupfer nicht aufgetrieben werde, wird es kein Standbild geben. Die Menschen suchten in ihren Häusern und brachten das Kupfer in die Werkstatt. Jan Wellem war bei der Bevölkerung sehr beliebt. Als Grupello unverrichteter Dinge zurück in die Werkstatt kam, staunte er nicht schlecht. Die Bürger hatten genügend gespendet. Das Standbild wurde pünktlich fertig. Diesem Gießerjungen ist eine kleine Bronzestatue, direkt gegenüber dem großen Jan Wellem, am Rathaus gewidmet. Wie Düsseldorf zur Stadt wurde Über den Rathausplatz erreicht ihr die Marktstraße, von hier ist der Schlossturm zu sehen, das einzige übriggebliebene Gebäude des prächtigen Düsseldorfer Schlosses, das 1872 abbrannte.

Stadtrundgang Düsseldorfer Altstadt, DüsselÜberquert man den Burgplatz in Richtung Düssel, die hier in den Rhein mündet, so steht man vor dem Stadterhebungsmonument von Bert Gerresheim. Zur Erinnerung an die Verleihung der Stadtrechte, 1288. Goethe und Napoleon waren schon da Durch die Müller-Schlössergasse laufen wir auf den schiefen Turm der Stiftskirche zu und betreten den Stiftsplatz, der in die Ratingerstraße mündet. Berühmte Menschen, wie Napoleon oder Goethe, haben vom linken Rheinufer aus die Stadt erreicht, denn hier befand sich die Fähre über den Rhein.

Mutter Ey

Stadtrundgang Düsseldorfer Altstadt, MutterEyDie Ratinger Nr.45 hat es in sich. Die geschiedene Johanna Ey zieht um 1900 in dieses Haus. Die Mutter von 12 Kindern, mittellos und vom Leben gebeutelt eröffnet hier eine Bäckerei und wird die "meist gemalte Frau Deutschlands" Studenten von der Kunstakademie gegenüber, bettelarm, aber genial, bekamen von ihr Kaffee und Kuchen. Als Bezahlung gaben sie ihre Gemälde her. Darunter Bilder von so berühmten Malern, wie Max Ernst oder Otto Dix. Auch Johanna Ey war wie Immermann gegen die Torheiten der Liebe nicht gefeit. Sie hasste das Wort "Mutter". Geliebte oder Freundin wollte sie sein. 1927 folgte sie dem Maler Jacobo Sureda, der viel jünger war als sie, nach Mallorca. Auch sie hatte Liebespech und kehrte mit tiefen Blessuren nach Düsseldorf zurück. Erst im Dez.2017 wurde ihr ein Denkmal am neuen Andreasviertel gesetzt und gleich ein ganzer Platz (Mutter-Ey-Platz) nach Ihr benannt, denn sie ist neben Heinrich Heine und Joseph Beuys eine der berühmtesten Personen aus der Düsseldorfer Künstlerszene. Trotz ihres Liebesleids versteckte sie in der Nazi-Zeit viele Künstler, die als entartet galten.

Kreuzherreneck

Stadtrundgang Düsseldorfer Altstadt, KreuzherreneckDas Kreuzherreneck, eine Jazz-Kneipeninstitution lockt an der Ecke Ursulinengasse. Hier gab sich die Prominenz die Klinke in die Hand. Orson Wels, Joseph Beuys selbst Alice Schwarzer haben hier auf 30 qm die Nacht zum Tag gemacht.



Ratinger Hof

Der Ratinger Hof war in den 1970er und 1980er Jahren ein Szenetreffpunkt der Punkkultur in Deutschland. Er liegt in der Düsseldorfer Altstadt auf der Ratinger Straße Nr. 10. Im Ratinger Hof sowie auf der Ratinger Straße traf sich die Punkgesellschaft des Düsseldorfer Raumes. Von dort breitete sich der Punk in Deutschland aus. Im, von der Szene nur "Hof" genannten Club, fanden oft Konzerte von bekannten Punkbands wie Male, Charley's Girls usw. statt. ZK spielten dort ihr erstes Konzert, später traten gelegentlich auch Die Toten Hosen auf. Weitere wichtige Bands, die im Umfeld des Ratinger Hofs gegründet wurden, sind DAF - Deutsch-Amerikanische Freundschaft und die Fehlfarben. Er wurde auch regelmäßig von Künstlern wie Blinky Palermo, Sigmar Polke, A. R. Penck, Katharina Sieverding, Markus Oehlen, Jörg Immendorff, Imi Knoebel und Joseph Beuys besucht. Die Szene im Ratinger Hof ist ein zentrales Thema in Jürgen Teipels Doku-Roman "Verschwende deine Jugend" über Punk und New Wave in Deutschland. Nach Schließung des Szenetreffs 1989 beherbergte das Gebäude zeitweise u.a. eine Technodisco. Erst seit 2003 wird wieder Rock im Ratinger Hof unter dem Namen "Stone" gespielt. Eine vergleichbare Institution in Berlin war das Café Swing, in New York CBGB.

Kunststückchen

Stadtrundgang Altstadt Düsseldorf"Wir gehen durch die Mühlenstraße. Am Ende ist die Kunstsammlung NRW. Die großen Künstler der Welt waren hier schon ausgestellt. Seid Neuesten ist ein Denkmal der Mutter Ey von Bert Gerresheim vor dem Andreas Quartier errichtet worden. Gegenüber ist die Kunsthalle mit dem seltsamen Ofenrohr an der Fassade. Ein Kunstwerk, von Beuys gestiftet. Im gleichen Gebäude ist auch das Kom(m)ödchen, 1947 von Kay und Lore Lorentz gegründet. Gegenüber ist die St. Andreas Kirche, ein Kleinod aus dem Barock. Sie wurde liebevoll restauriert. Wer gerne liest, der kennt sicher Günter Grass und seine Bücher. Aber wer weiß schon, dass er in Düsseldorf an der Kunstakademie studierte. 5 Jahre hat er hier gelebt und da das Studentenleben nicht immer lustig war, das Geld fehlte, verdiente er sich als Musiker ein paar Groschen dazu. Im Chikos oder in der Badewanne spielte Waschbrett - Günter auf dem Riffleboard in einer Jazzband.

Tschö

Wir laufen über den Kay und Lore Lorenz Platz zurück und beenden unseren Rundgang am Grabbeplatz 4 unter dem Habakuk. Es gäb ja noch so viel zu verzälle, aber dazu reicht heute die Zeit nicht mehr. Ich hoffe, es hat euch ein bisschen Spaß gemacht.

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